Kabelboxen zur Brandabschottung

Im Unterschied zu den meisten anderen Systemen werden Kabelboxen vorgefertigt geliefert. Das eigentliche Kabelschott muss nicht mehr auf der Baustelle als Montageleistung erbracht werden. Häufig auftretende Montagefehler derartiger Abschottungen werden mit Kabelboxen somit von Vornherein ausgeschlossen.

Komplexitätsreduktion

Die Vielzahl von Einbauvorschriften, die Abschottungen von der Planung bis zur Ausführung zum komplexen Problem werden lassen, reduzieren sich erheblich. Bei einer Kabelbox müssen weder Kabel noch Randabstände eingehalten werden. Es müssen keine Beschichtungen angebracht werden, und zur Instandsetzung werden keine speziellen Materialien, wie bspw. Brandschutzkitt benötigt. Auch können unsere Kabelboxen nicht überbelegt werden. Die vorhandene Öffnung stellt maximal 60% der Rohbauöffnung dar und ist somit zu 100% belegbar.

Mit Kabelboxen sind viele der sonst üblichen Probleme von Vornherein ausgeschlossen. Insbesondere das Nachinstallieren von Kabeln wird stark vereinfacht. Dazu wird lediglich dem Kabel entsprechend eine kleine Öffnung in die Rauchgasabdichtung eingebracht. Das Kabel wird durchgezogen und anschließend mit handelsüblichem Dichtstoff (z.B. Silikon) abgedichtet. Die Brandabschottung selbst wird durch eine Nachinstallation nie beeinträchtigt.

Jedes Güteschild für Kabelboxen ist zusätzlich mit einigen Montagehinweisen zur Kabelnachinstallation versehen, anhand derer ein Monteur die Abschottung sofort selbständig instandsetzen kann. Zusätzlich ist eine Telefonnummer angegeben, unter der wir weitere Unterstützung anbieten.

Funktionssicherheit der Kabelbox

Vergisst der Installateur die Abdichtung gegen Kaltrauch, besitzt die Kabelbox immer noch eine zusätzliche Funktionssicherheit.

Im Vergleich zu allen anderen Abschottungssystemen besteht bei Kabelboxen nach unserem Prinzip ein entscheidender Unterschied: Bei herkömmlichen Schotts wird die Abschottung gegen Feuer und Rauch durch ein und dasselbe Material gewährleistet. Hierzu zählen auch sogenannte "Kabelboxen" mit Schaumsteinen, bei denen die eigentliche "Box" nur durch einen Rahmen aus Brandschutzplatten gebildet wird, der selbst nicht aufschäumt. Im Unterschied dazu ist die Abschottung gegen Feuer und Rauch bei unseren Kabelboxen getrennt und deshalb auch getrennt von einander funktionsfähig.

Das Brandschott besteht aus einem Gehäuse, ausgekleidet mit Brandschutzpaketen, die im Brandfall ab ca. 100°C aufschäumen und die Öffnung sicher verschließen. Die Rauchabdichtung wird unabhängig davon durch EasyFoam – Stopfen sichergestellt.

Wie alle anderen Abschottungen auch, ist die Kabelbox ohne diese Abdichtung nicht mehr kaltrauchdicht. Durch die im Brandfall aufschäumenden Pakete kann man jedoch sicher sein, dass die Öffnung bei Temperaturerhöhungen gegen Feuer und Rauch verschlossen wird.

Da die Öffnungsfläche und die Größe der Pakete immer im richtigen Verhältnis stehen, kann im Gegensatz zu einem Schott aus Schaumsteinen nie zu wenig Intumeszensmaterial in der Öffnung sein. Aufschäumende Steine bieten gegenüber herkömmlichen Schotts noch gewisse Sicherheitsvorteile. Defekte Mörtel- oder Mineralfaserschotts sind im Ernstfall allerdings nutzlos.

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