Brandabschottung neben anderen Systemen

Kabelboxen können nicht grundsätzlich mit jedem System zur Brandabschottung kombiniert werden. Es hängt vom Einzelfall ab, inwiefern dies möglich ist. Generell kann man jedoch sagen, dass die Kombination mit einem weichen Schott aus Schaumsteinen eher kritisch ist. Anders stellt es sich dar, wenn die Box nur an einer Seitenwand direkt an ein solches Schott angrenzt.

Zur Kombination mit Mineralfaserabschottungen liegen hingegen positive Prüfergebnisse vor. Hier beraten wir Sie gern.

Gegen den Einbau in ein Mörtelschott ist prinzipiell nichts einzuwenden, da die Kabelbox gemäß Zulassung unter Anderem in einen mineralischen Mörtel eingesetzt werden muss. So bietet sich die Möglichkeit, die Box als flexible und vor allem sichere Nachinstallationsvorkehrung in Mörtelschotts vorzusehen.

Zu anderen Schottsystemen müssen gemäß Zulassung 20 cm Abstand eingehalten werden. Bei kleineren Bauteilöffnungen bis 40 cm x 40 cm kann der Abstand auf 10 cm reduziert werden.

Hierbei handelt es sich jedoch um eine generelle Vorschrift des DIBt, die deshalb explizit in allen Zulassungen Anwendung findet, da das DIBt nach eigenen Aussagen die bisherige Interpretation, dass nach MLAR ein Abstand von 5 cm gilt, wenn keine anderen Abstandsangaben aus den Zulassungen hervorgehen, für eine so nicht beabsichtigte Fehlinterpretation hält.

Es liegen uns aber mittlerweile eigene Prüfergebnisse vor, die zeigen, dass der bisherige Mindestabstand von 5 cm von Kabelöbox zu anderen Schottsystemen in vielen Fällen brandschutztechnisch unkritisch ist, um die S90-Funktion der Kabelboxen zu gewährleisten.

Zur Kombination mit anderen Schottsystemen beraten wir Sie daher gern.

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