Brandabschottung bei Gaslöschanlagen

Der Einsatz von Kabelabschottungen in Räumen mit Gaslöschanlagen ist grundsätzlich nicht unkritisch. Das Problem ist, dass beim Auslösen der Löschanlagen kurzzeitig ein Überdruck entsteht. In dieser Situation muss sichergestellt sein, dass alle raumabschließenden Bauteile diesem Druck standhalten, damit über einen bestimmten Zeitraum eine löschfähige Atmosphäre aufgebaut und aufrecht erhalten werden kann.

Mit herkömmlichen Weichschotts ist dies nicht immer zu erreichen, da die Mineralfaserplatten keinen ausreichenden Widerstand bieten. Mörtelabschottungen sind in Serverräumen, in denen Löschanlagen eingesetzt werden, nicht wirklich praxistauglich, da bei Nachinstallationen viel Staub entstehen kann. Oft wird in diesen Fällen zur Brandabschottung auf sogenannte Modulschotts zurückgegriffen, da diese eine nahezu 100 %ige Dichtigkeit bieten.

Diese Brandabschottung kommen ursprünglich aus dem Schiffsbau und werden dort in Schotts unterhalb der Wasserlinie eingesetzt. Andere Anwendungsgebiete sind z.B. Bunkeranlagen. Die Modulschotts bieten zwar maximale Sicherheit, sind aber gerade in Serverräumen mit sehr hoher Kabelbelegung extrem aufwendig, da jedes Kabel einzeln in Formstücke eingefasst und verpresst werden muss.

Mit dem Nachweis der Druckbeständigkeit bieten unsere Kabelboxen hier eine hervorragende Alternative, da sie bekanntermaßen leicht, kostengünstig und sicher nachrüstbar sind.

In einer früheren Prüfung konnte für die Kabelboxen mit verstärkten Kunststoffdeckeln bereits eine Druckbeständigkeit von bis zu 1000 Pa nachgewiesen werden. In Zusammenarbeit mit dem VDS-Labor für Löschanlagen haben wir zusätzlich eine Prüfung mit den Standard Kabelboxen durchgeführt. Dabei konnte mit den EasyFoam-Stopfen eine Druckbeständigkeit von 60 mbar, also 6000 Pa, bestätigt werden; ein Wert, der bei Kabelboxen mit Kunststoffdeckeln, insbesondere mit Kabelbelegung, nicht möglich ist.

Zur Leckagerate lässt sich nach einhelliger Meinung keine wissenschaftliche Aussage treffen, da dies von der Belegung, der Sorgfalt der Abdichtung, aber auch vom Einbau der Kabelbox in der Wand und sogar von der Wand selbst abhängig ist. Gemessene Leckageraten können daher nie eindeutig auf ein installiertes Abschottungssystem als solches zurückgeführt werden. Allgemeine Aussagen hierzu wären irreführend.

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