Sauerstoffreduktionsanlage N2 FireFighter®

Brandvermeidung durch Sauerstoffreduktion

Unser Partner im Bereich der Sauerstoffreduktion ist die Firma Isolcell S.p.A. Seit über 50 Jahren ist das Süd-Tiroler Traditionsunternehmen auf Forschung, Entwicklung und Herstellung modernster Technologien zur Sauerstoffreduktion für unterschiedliche Anwendungsbereiche spezialisiert. Kontinuierliche Forschung und Weiterentwicklung ihrer Produkte machen die Firma Isolcell S.p.A. heute zum Weltmarktführer im Bereich künstlich generierter Atmosphären.

Sauerstoffreduktionsanlagen in Serverraum

Brandbekämpfung: bisher mit Löschanlagen

Nicht immer können Objekte mit herkömmlichen Feuerlöschanlagen sicher und wirkungsvoll vor Brandereignissen geschützt werden. So löscht beispielsweise eine Sprinkleranlage den Brand effektiv, ihr Einsatz ist jedoch oft nur sehr eingeschränkt möglich, da die Freisetzung des Wassers im Brandfall zusätzlichen Schaden verursachen kann.

Objekte wie Kühlhäuser, Archive, IT-Anlagen oder Technikräume im weitesten Sinne konnten daher bisher nur dann wirkungsvoll gegen Brandgefahren geschützt werden, wenn alternative Löschtechniken zum Einsatz kamen. Besondere Bedeutung erlangten in diesen Bereichen Gaslöschanlagen, welche mit unterschiedlichen Löschmedien, wie zum Beispiel Kohlenstoffdioxid (CO²), Argon oder verschiedenen chemischen Löschgasen betrieben werden.

Unterschied zu Brandbekämpfungssystemen

Genau hier greift die Sauerstoffreduktionsanlage N2 FireFighter®:

Während Löschanlagen als Brandbekämpfungssysteme einen Brand erst nach der Entstehungsphase bekämpfen können, setzt die Sauerstoffreduktion bereits eine Stufe früher an:

durch Reduzierung des Sauerstoffanteils in der Umgebungsluft auf ein bestimmtes, vorher festgelegtes Nieveau und anschließend permanente Aufrechterhaltung dieses Nieveaus kann ein Brand gar nicht erst entstehen. Eine Flammenbildung findet nicht statt.

Das Prinzip der Brandvermeidung bzw. Brandvorbeugung

Damit ein Feuer entstehen kann, sind drei Komponenten erforderlich:

Ein brennbarer Stoff, eine ausreichend hohe Zündtemperatur und ein ausreichend hoher Sauerstoffanteil in der Umgebungsluft. Nur wenn diese drei Parameter (in einem passenden Mischungsverhältnis zueinander) zusammenwirken, kann ein Feuer/Brand entstehen. Fehlt eine dieser „Zutaten“ oder sind sie unvollständig, kann sich keine Flamme bilden.

Auf diesem Prinzip basieren alle Sauerstoffreduktionsanlagen der Firma Isolcell. Einfache, langlebige und robuste Geräte, die in einem vollautomatischen, elektromechanischen Adsorptionsprozess Stickstoff direkt aus der Umgebungsluft gewinnen, bilden das Herzstück dieser Anlagen. Der gewonnene Stickstoff wird bedarfsgerecht in die zu schützenden Räume eingeleitet, sodass die Zusammensetzung der Atmosphäre im Schutzbereich kontrolliert verändert wird.

Vereinfacht gesagt: der Sauerstoffgehalt wird reduziert.

Darstellung der Sauerstoff-Übereinstimmung

Gesund und munter arbeiten

Ein weiterer Aspekt für die Verwendung einer Brandvermeidungsanlage ist die völlige Ungefährlichkeit für den Menschen:

Da Stickstoff mit rund 78,08 Vol. % den größten Anteil des Luftgemisches unserer Atemluft bildet, ist der Aufenthalt in Räumen mit sauerstoffreduzierter (also stickstoffangereicherter) Atmosphäre ebenfalls weitestgehend unbedenklich, so dass beispielsweise Wartungs- oder Kontrollarbeiten – auch über längere Zeiträume – durchgeführt werden können. 

In Räumen, die mit der N2 FireFighter® Sauerstoffreduktionsanlage geschützt werden, wird der Sauerstoffgehalt je nach Art der Brandlast auf ein bestimmtes Niveau herabgesenkt. Dieses niedrigere Sauerstoffniveau haben die meisten Menschen schon bereits im Skiurlaub oder bei Fernreisen im Flugzeug erfahren.

Denn sowohl in ca. 3.000 m Höhe auf der Skihütte als auch in Reiseflughöhe enthält ein Liter eingeatmete Luft ähnlich viele Sauerstoffanteile wie in einer künstlich erschaffenen, sauerstoffreduzierten Atmosphäre, da hier oben der Luftdruck niedriger ist als in tieferen Bereichen.

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. hat zum Arbeiten in sauerstoffreduzierter Atmosphäre einen Leitfaden veröffentlicht (siehe Downloadbereich rechts), der unter Anderem Sicherheitsmaßnahmen beim Betreten von sauerstoffreduzierten Schutzbereichen definiert.

Brandschutz im wahrsten Sinne des Wortes

Sauerstoffreduktionsanlage N2 FireFighter

Anfangsschäden und Folgeschäden ausgeschlossen

Da eine Flammenbildung und deren Ausbreitung effektiv verhindert wird, kann maximal ein Hitzeschaden entstehen, welcher lokal sehr eingeschränkt ist.

Beispiele:     

- der Kurzschluss in der Platine einer IT-Anlage

- Überlastung von elektrischen Leitungen

Diese Hitzeschäden können nach ihrem Erkennen sofort ausfindig gemacht und behoben werden, ohne dass Einschränkungen beim Begehen des Schutzbereichs bestehen.

Vollenden, was das Feuer begonnen hat

Gleiche Sachverhalte haben bei Verwendung einer Gaslösch- oder Sprinkleranlage erheblich höhere Folgen:

Hier muss zunächst ein Brand entstehen, der anschließend beispielsweise über ein Rauchansaugsystem detektiert werden muss. Erst dann kann ein Löschvorgang ausgelöst werden. Damit ist eigentlich das im Gange, was bekämpft bzw. verhindert werden soll.

Dadurch bleibt es in den meisten Fällen nicht bei einem Anfangsschaden. Ein größerer – eigentlich vermeidbarer Schaden – ist die Folge.

Einsparpotential bei Energiekosten genutzt

Um den Sauerstoffgehalt in der Atmosphäre zu senken und konstant zu halten, kommen unterschiedliche Technologien zur Anwendung.

Während sowohl die sogenannte Membran Technologie, als auch die PSA (Pressure Swing Adsorption) Technik mit hohen Luftdrücken arbeiten, um den Stickstoff zu generieren und dabei relativ viel Energie verbrauchen, hat Isolcell ein System entwickelt, mit dem gegenüber diesen "herkömmlichen" Technologien bis zu 65% Energiekosten eingespart werden können:

die patentierte VPSA (Vacuum Pressure Swing Adsorption) Technik verwendet unter anderem Niederdruck-Kompressoren, die eine wesentlich geringere Stromaufnahme benötigen. Die Vorteile liegen dabei nicht nur im Bereich der Energieversorgung, auch der Wartungsaufwand kann sich bei der VPSA Technik erheblich reduzieren.

Wartungsaufwand und damit Kosten reduziert

Wo sonst herkömmliche Gaslöschanlagen für Wartungsarbeiten abgeschaltet werden müssen und ein hohes Sicherheitsrisiko entsteht, bleibt der Schutz in sauerstoffreduzierten Räumen permanent bestehen.

Abschließend soll nicht unerwähnt bleiben, dass eine Sauerstoffreduktionsanlage erheblich weniger Wartungsaufwand erfordert, als eine vergleichbare Gaslöschanlage, da sie sich aufgrund der permanenten Steuerung, Kontrolle und Aufrechterhaltung der Schutzatmosphäre praktischerweise selbst überwacht.

Normen und Vorschriften

Isolcell N2 FireFighter® Anlagen sind zertifiziert durch: ÖNORM F 3007, ÖNORM F 3008, ÖNORM F 3073, TRVB S 155, BSI PAS 95:2011, Ministerial Circular No. 0007059 It., CSI CE 0497 und werden bereits heute nach der neuen DIN EN 16750 gebaut, deren Einführung noch in 2017 geplant ist. Sie erfüllen außerdem neuste EU-Richtlinien und werden von den Schadenversicherern positiv bewertet, was niedrigere Prämien und höhere Rabatte mit sich bringen kann.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns. Unsere Berater helfen Ihnen gern bei der Umsetzung Ihrer Projekte.

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