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Mehr Leitungen, mehr Anforderungen: So gelingt Brandschutz im Wohnungsbau

29. Juli 2026

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Der Wohnungsbau verändert sich. Smarte Gebäudetechnik, Photovoltaik, Wallboxen, Wärmepumpen, Netzwerktechnik und steigende Komfortansprüche sorgen dafür, dass heute deutlich mehr Leitungen durch Wände und Decken geführt werden als noch vor wenigen Jahren.

Jede Leitungsdurchführung durch eine feuerwiderstandsfähige Wand oder Decke stellt dabei eine brandschutztechnisch relevante Öffnung dar. Wird sie nicht fachgerecht abgeschottet, können Feuer und vor allem Rauch innerhalb kurzer Zeit in andere Brandabschnitte gelangen.

Gerade im mehrgeschossigen Wohnungsbau kommt der fachgerechten Abschottung deshalb eine entscheidende Bedeutung zu.

Installationsschacht im Wohnungsbau
Typischer Installationsschacht im Rohbau eines Mehrfamilienhauses. Im Bereich der Geschossdecken werden später die brandschutztechnischen Abschottungen der Leitungsdurchführungen hergestellt. Bild: KI-generiert

Elektroinstallationen verändern sich im Laufe der Zeit

Kaum eine Elektroinstallation bleibt dauerhaft unverändert. Zusätzliche Netzwerkleitungen, Photovoltaik, Ladepunkte für E-Mobilität oder Modernisierungen führen regelmäßig dazu, dass weitere Kabel nachgezogen werden müssen.

Besonders in mehrgeschossigen Wohngebäuden verlaufen Elektro- und Datenleitungen häufig gebündelt durch Installationsschächte. Sie bilden das technische Rückgrat des Gebäudes und verbinden mehrere Geschosse miteinander. Jede Leitungsdurchführung durch eine Geschossdecke muss dabei brandschutztechnisch sicher abgeschottet werden.

Auch wenn die Platzverhältnisse in Installationsschächten häufig begrenzt sind, müssen bestehende Installationen im Laufe der Gebäudenutzung immer wieder ergänzt oder angepasst werden. Neue Stromkreise, Glasfaseranschlüsse oder Smart-Home-Anwendungen sind heute keine Seltenheit. Jede zusätzliche Leitung muss dabei die vorhandene Abschottung passieren.

Wichmann Kabelboxen schaffen Reserven für die Zukunft

Genau hier bieten Kabelboxen eine besonders praxisgerechte Lösung.

Sie ermöglichen bereits bei der Erstinstallation eine brandschutztechnisch sichere Leitungsführung und schaffen gleichzeitig Reserven für spätere Erweiterungen. Im Gegensatz zu vielen anderen Abschottungssystemen bleibt der Innenraum der Wichmann WD90 Kabelbox dauerhaft offen. Neue Leitungen können dadurch jederzeit unkompliziert nachgezogen werden – ohne das Brandschott zu beschädigen oder aufwendig wiederherstellen zu müssen.

Installationsschächte bündeln zahlreiche technische Gewerke auf engstem Raum. An jeder Geschossdecke müssen die Leitungsdurchführungen brandschutztechnisch gesichert werden, um die Ausbreitung von Feuer und Rauch zwischen den Brandabschnitten zu verhindern. Bild: KI-generiert

Bei klassischen Weichschotts oder anderen Abschottungssystemen müssen Installateure häufig zunächst Material durchstoßen, herausbohren oder entfernen, um zusätzliche Kabel verlegen zu können. Anschließend muss die Abschottung wieder fachgerecht verschlossen werden. Das kostet Zeit, verursacht Schmutz und birgt das Risiko, dass die Abschottung nicht mehr ordnungsgemäß hergestellt wird.

Bei der Kabelbox entfällt der aufwendige Arbeitsschritt des Öffnens und Wiederherstellens der Abschottung. Der freie Innenraum ermöglicht eine schnelle und saubere Nachbelegung. Anschließend wird die Kabelbox einfach wieder mit dem zugelassenen Silikon rauchdicht verschlossen.

Eingebaute Wichmann Kabelbox in einem Steigeschacht
Praxisbeispiel aus einem Installationsschacht: Die Wichmann Kabelbox ermöglicht die brandschutztechnische Abschottung der Leitungsdurchführung bei gleichzeitig hoher Belegungsdichte. Bild: Wichmann Brandschutzsysteme GmbH & Co. KG

Darüber hinaus bietet die Wichmann WD90 Kabelbox weitere praktische Vorteile:

  • 100 % nutzbarer Innenraum ohne Überbelegungsproblematik

  • Keine Mindestabstände zwischen Kabeln oder Leerrohren

  • Schnelle und saubere Montage

  • Geeignet für Kabel und Kunststoffleerrohre

    (nach DIN EN 61386 bis Ø 63 mm)

  • Selbstständiger Verschluss im Brandfall durch das intumeszierende Brandschutzmaterial

  • Einfaches Nachziehen von Leitungen, ohne Bohren, Durchstoßen oder Zerstören des Schotts

  • Unterstützt die Einhaltung schallschutztechnischer Anforderungen im Installationsschacht

    (bei fachgerechter Ausführung gemäß Zulassung)

BESONDERS BELIEBT

Unsere Produkte für den Wohnungsbau

Leerrohre sicher integrieren – Brandschutz und Schallschutz im Einklang

Neben Kabeln können mit der Wichmann WD90 Kabelbox auch Kunststoffleerrohre nach DIN EN 61386 bis 63 mm Durchmesser abgeschottet werden. Das Leerrohr bleibt dabei offen, sodass Leitungen jederzeit nachgezogen werden können. Im Brandfall verschließt das System sowohl die Durchführung als auch das Leerrohr selbstständig.

Besonders praktisch: Die Durchführung mehrerer Leerrohre ist dabei auch im Nullabstand möglich. So kann der vorhandene Öffnungsquerschnitt maximal ausgenutzt und gleichzeitig Platz für spätere Nachinstallationen geschaffen werden.

Neben dem vorbeugenden Brandschutz spielt im mehrgeschossigen Wohnungsbau auch der Schallschutz eine entscheidende Rolle. Werden Leerrohre in Installationsschächten eingesetzt, sind neben den brandschutztechnischen Anforderungen häufig auch die Vorgaben der DIN 4109 zum Schallschutz zu berücksichtigen. Installationsschächte verbinden mehrere Geschosse miteinander und durchdringen Wohnungstrennbauteile sowie Geschossdecken. Leitungsdurchführungen müssen deshalb den Brandüberschlag verhindern und gleichzeitig die Schallübertragung zwischen den Nutzungseinheiten möglichst gering halten.

In Verbindung mit einer fachgerecht ausgeführten Schachtkonstruktion unterstützt die Wichmann WD90 Kabelbox die Einhaltung dieser Anforderungen. Entscheidend ist dabei das Zusammenspiel aller Bauteile – von der Geschossdecke über die Schachtverkleidung bis hin zur ordnungsgemäß eingebauten und abgedichteten Kabelbox. Werden die Vorgaben der Zulassung eingehalten, lassen sich Brandschutz und Schallschutz gleichermaßen berücksichtigen.

Mehr über die Abschottung von Leerrohren erfahren

Leerrohre in Steigeschächten
Kabelabschottung von Leerrohren im Installationsschacht. Bild: Wichmann Brandschutzsysteme GmbH & Co. KG

Planung zahlt sich aus

Ein durchdachtes Abschottungskonzept spart Montagezeit, erleichtert spätere Umbauten und sorgt für langfristige Sicherheit. Was heute ausreichend dimensioniert ist, kann in wenigen Jahren bereits an seine Grenzen stoßen.

Wer schon bei der Elektroplanung auf flexible Abschottungssysteme setzt, reduziert den Aufwand bei Nachinstallationen erheblich und schafft eine zukunftssichere Infrastruktur.

Welches Schott ist das richtige für Ihr Projekt?

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